Mediation/Konfliktmoderation* in Organisationen

* Wenn Mediation sich auf mehr als zwei Personen – also eine Gruppe – bezieht,

wird sie mitunter auch als Konfliktmoderation bezeichnet.

„Die Wahrheit beginnt zu zweit.“

(Friedrich Nietzsche, Philologe)


Was braucht Mediation?

 

Mediation als Klärungshilfe kann nicht verordnet werden wie eine Therapiemaßnahme. Die Konfliktpartner entscheiden sich bewusst und freiwillig für dieses Format und fixieren diese Bereitschaft im Schließen eines Mediationsvertrags.

Die Chancen für ein erfolgreiches Mediationsverfahren steigen, wenn es den Konfliktpartnern gelingt:

  • Verantwortung für sich zu übernehmen
  • Respekt vor der fremden Sichtweise zu entwickeln
  • Sich zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen bereitzuerklären

Mediation kann und will folgendes nicht leisten: das Auflösen von Unterschieden, einem Konfliktpartner zu seinem Recht verhelfen oder Recht sprechen.



Welcher Prozesslogik folgt eine Mediation?

 

In einem Vorgespräch wird geprüft, ob eine Mediation/ Konfliktmoderation das adäquate Verfahren für den aktuellen Konflikt ist. Wird dies von beiden Konfliktpartnern bejaht, wird die weitere Vorgehensweise abgeklärt.

 

Zu Beginn der Mediation geht es um die Klärung des Kontextes, in dem jeder Konfliktpartner den Konflikt erlebt. Dies dient einerseits der Selbstklärung über Konflikthintergründe und –zusammenhänge, andererseits wird der Grund für den Perspektivwechsel gelegt. Dadurch, dass die Motive und Interessen der Konfliktpartner klarer werden, können Blickwinkel erweitert und Verständnis füreinander aufgebracht werden. Dies ist notwendig, um Lösungen auf der Denk-, Gefühls- und Willensebene zu ermöglichen und Lösungen auf der Handlungsebene vorzubereiten. Die Lösung kann auch darin bestehen, dass sich für die Konfliktpartner ein gelöster Umgang mit dem Konflikt ergibt. Die Lösungsfindung wird dabei nicht an die Mediatorin delegiert, sondern die Konfliktparteien bleiben für die Klärung und Regulierung ihres Konflikts selbst verantwortlich.



Worin besteht der Mehrwert einer Mediation?

 

1. Im Erfahren der allparteilichen Haltung der Mediatorin. Es gibt (fast immer) subjektiv gute Gründe i.S. von nachvollziehbaren, menschlichen Bedürfnissen für menschliches Verhalten. Konflikte erzeugen körperliche Stressreaktionen, so dass Menschen im Tunnelblick über eine eingeschränkte Wahrnehmung verfügen, die unzureichende Schwarz-Weiß-Bilder begünstigt. Mit der Haltung der Allparteilichkeit und Empathie sucht der Mediator hinter scheinbar destruktivem Verhalten nach dem potenziell konstruktiven Beitrag.

 

2. Im Angebot einer konkreten kommunikativen Unterstützung. Mediatoren bedienen sich einer sog. Lösungssprache und nutzen vielfältige Visualisierungs- und Strukturierungstechniken, um Gegensätze zu integrieren. Sie übersetzten Vorwürfe und persönliche Angriffe in die dahinter stehenden Wünsche und Bedürfnisse, fördern den Selbstausdruck und tragen dazu bei, die versteckten Botschaften durch Umformulierungen hörbar zu machen. Sie befähigen und unterstützen die Konfliktpartner im Ausdruck ihrer Bedürfnisse und Interessen.

 

3. Im Bereitstellen eines strukturierten Vorgehens. Die Mediation befähigt zum systematisch konzentrierten und lösungsoffenen Vorgehen und wirkt einem wirren "Ping-Pong- Schlagabtausch" entgegen. Steht anfangs nach dem Herausarbeiten von klärungsbedürftigen Themen die Entlastung und die Klärung der inneren Beweggründe der Konfliktpartner im Fokus, ermöglicht später die Phase der Lösungsfindung den Konfliktpartnern möglichst auf kreative Weise an einer für sie stimmigen und tragfähigen Lösung zu bauen. Denn Lösungen haben besonders dann Bestand, wenn "alle gewinnen".



 Was kostet Mediation/Konfliktmoderation in Organisationen?

Die Kosten einer Mediation/ Konfliktmoderation in Organisationen werden zu Beginn des Prozesses im Mediationsvertrag auf der Basis einer Stundenvergütung (ca. 120 Euro/ Stunde) vereinbart.

Erfahrungsgemäß empfiehlt sich eine Sitzungsdauer von maximal 90 Minuten, Abweichungen sind möglich. In den meisten Fällen umfasst der Mediationsprozess insgesamt zwischen 5 und 8 Sitzungen, die mit zeitlichem Abstand von wenigen Tagen bis Wochen erfolgen sollten.


 

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